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    Netsnek RPM-Repository

    Netsnek e.U. betreibt unter rpm.netsnek.com ein eigenes RPM-Repository. Es enthält Pakete, die für den Wayland-Desktop auf Asahi Linux gepatcht oder überhaupt erst für aarch64 gebaut wurden. Alle Pakete zielen auf Fedora 43 auf aarch64 und sind auf das Asahi-Setup ausgerichtet. Auf anderen Architekturen oder Distributionen sind sie ungetestet.

    Einbindung per dnf

    Die Repo-Definition kommt nach /etc/yum.repos.d/netsnek.repo:

    [netsnek]
    name=Netsnek Custom Packages for Asahi Linux
    baseurl=https://rpm.netsnek.com/
    enabled=1
    gpgcheck=0
    metadata_expire=300
    

    Danach genügt ein sudo dnf makecache --repo netsnek und die Pakete stehen normal über dnf zur Verfügung.

    Hinweis: Die Pakete sind derzeit nicht GPG-signiert, daher gpgcheck=0. Wer das Repository einbindet, vertraut den Netsnek-Builds. Die Auslieferung erfolgt über HTTPS.

    Namens- und Versionslogik

    Die Pakete tragen ihre originalen Upstream-Namen, also zum Beispiel swappy statt swappy-netsnek. Damit die Netsnek-Version Vorrang vor dem Fedora-Paket bekommt, wird je nach Paket ein höheres Release, ein Epoch: 1 oder ein Obsoletes: auf alte Paketnamen verwendet. Updates aus Fedora überschreiben die gepatchten Pakete dadurch nicht versehentlich.

    Pakete

    PaketVersionWarum gepatcht
    wlroots0.19.2Backport von ext-workspace-v1
    wayfire0.10.1Patch-Stack samt wlr-workspaces-Plugin
    wayfire-plugins-extra0.10.0Zusatz-Plugins cube-gears und dither
    xfce4-panel4.20.6Layer-Shell-Support für Wayland
    xfdesktop4.20.1Wayland-Build plus Monitornamen-Fix
    swappy1.5.1Server-Side-Decorations statt CSD
    swaylock-effects1.7.0ext-session-lock-v1-Support
    kitty0.43.1Python-3.14-Fix plus Notification-Crashfix
    mugshot0.4.3Nicht in Fedora paketiert
    telegram-desktop6.6.0Nativer aarch64-Build
    signal-desktop8.1.0Nativer aarch64-Build
    youtube-music3.11.0aarch64-Build mit wiederhergestellten Plugins
    cursor2.6.19Inoffizieller ARM64-Build

    wlroots

    Rebuild des Fedora-Pakets 0.19.2 mit einem Backport der ext-workspace-v1-Protokoll-Implementierung aus wlroots 0.20. Der Patch fügt nur neue Dateien und zwei Build-Zeilen hinzu, bestehender Code bleibt unverändert. Er ist die Grundlage dafür, dass Workspace-Pager wie das XFCE-Panel die Arbeitsflächen des Compositors sehen. Sobald wlroots 0.20 in Fedora landet, wird das Paket obsolet.

    wayfire

    Rebuild von Wayfire 0.10.1 mit einem Patch-Stack:

    • Crashfix für Layer-Shell-Fenster, die nach dem Ausblenden wieder eingeblendet werden, nötig etwa für kittys Dropdown-Terminal.
    • Das Plugin wlr-workspaces exponiert die Wayfire-Arbeitsflächen über ext-workspace-v1. Der XFCE-Pager zeigt damit alle Workspaces im Button-Modus und Klicks im Pager wechseln die Arbeitsfläche. Benötigt das gepatchte wlroots und xfce4-panel ab Version 4.20.1.
    • 10-Bit-Farbtiefe: depth = 10 im [output]-Block der wayfire.ini funktioniert damit wirklich und reduziert Gradient-Banding.
    • Zwei Cube-Erweiterungen: Aktivierung des Desktop-Würfels per Modifier plus Vier-Finger-Swipe und eine Render-Schnittstelle für Inner-Cube-Plugins.

    wayfire-plugins-extra

    Rebuild mit zwei zusätzlichen Plugins: cube-gears zeichnet Zahnräder in den Desktop-Würfel, dither reduziert per Ordered-Dithering sichtbares Farbverlaufs-Banding auf dem internen Display.

    xfce4-panel

    Rebuild des Fedora-Pakets mit aktiviertem gtk-layer-shell. Das Panel wird damit unter Wayland als Shell-Fläche erkannt, bekommt keine Compositor-Titelleiste und reserviert seinen Bildschirmplatz korrekt.

    xfdesktop

    Rebuild mit --enable-wayland plus einem Quellcode-Patch für die Monitornamen. Ohne den Patch schreibt der Einstellungsdialog Wallpaper-Settings auf monitor0, während der Desktop sie unter dem Connector-Namen wie monitoreDP-1 sucht. Der Patch löst den Namen über libxfce4windowing auf, damit beide Seiten denselben Schlüssel verwenden.

    swappy

    Der Screenshot-Editor nutzt upstream eine GtkHeaderBar als Client-Side-Decoration. Der Patch verschiebt die HeaderBar in den normalen Fensterinhalt, damit Wayfire eine einheitliche Server-Side-Decoration um das Fenster zeichnen kann.

    swaylock-effects

    Build des jirutka-Forks in Version 1.7.0. Dieser Fork unterstützt das Protokoll ext-session-lock-v1 und liefert Effekte wie Blur, Uhr und Fade-in für den Lockscreen.

    kitty

    Rebuild des Fedora-Pakets mit zwei Fixes: einem Upstream-Patch für Python 3.14 und einem eigenen Fix für einen Out-of-bounds-Read im dbus-Notification-Code, der kitty bei Desktop-Benachrichtigungen crashen ließ. Die Subpakete kitty-kitten, kitty-terminfo und kitty-shell-integration sind ebenfalls enthalten.

    telegram-desktop

    Nativ für aarch64 kompilierter Telegram-Client auf Basis des Nicegram-Forks. Offizielle Binärpakete für diese Architektur fehlen, daher der eigene Build inklusive WebRTC-Stack.

    signal-desktop

    Nativer aarch64-Build aus dem offiziellen Signal-Desktop-Quellcode, den es sonst nicht als Fedora-Paket gibt. Der Desktop-Eintrag startet mit --no-sandbox --ozone-platform=wayland, weil die Sandbox auf ARM64-Fedora nicht funktioniert und die App sonst über XWayland liefe.

    mugshot

    Unverändertes Upstream-Paket von bluesabre/mugshot, das in Fedora nicht paketiert ist. Es liefert den Profilbild-Dialog, den der Profil-Button im Whisker-Menü von XFCE benötigt.

    youtube-music

    aarch64-Build des Pear-Desktop-Forks von YouTube Music (Upstream pear-devs/pear-desktop). Gegenüber Upstream sind das Adblocker-Plugin und das No-Google-Login-Plugin wiederhergestellt, die beide dort entfernt wurden, und die Google-Consent-Seite rendert im Dark Mode.

    cursor

    Inoffizieller nativer ARM64-Build des Cursor-Editors, der die Cursor-JavaScript-Ressourcen auf VS Code für ARM64 aufsetzt. Cursor liefert offiziell kein Binary für Linux-aarch64. Enthalten ist zusätzlich cursor-web, das die Desktop-Workbench im Browser lädt.

    Repodata

    Die Repository-Metadaten werden mit createrepo erzeugt. dnf konsumiert das Repository wie jedes andere, inklusive metadata_expire von 300 Sekunden für zeitnahe Updates.

    Support

    Das Repository ist ein Ein-Personen-Projekt für ein konkretes Setup. Es gibt keine Garantie auf Stabilität oder zeitnahe Rebuilds nach Fedora-Updates. Feedback ist trotzdem willkommen über die auf netsnek.com angegebenen Kontaktwege.

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